Was es ist
IGEL OS ist ein schlankes Linux, das auf dem Endgerät läuft und nichts dauerhaft speichert. Nach jedem Neustart ist das System wieder in seinem definierten Zustand. Die Konfiguration kommt aus einer zentralen Verwaltung, nicht vom Gerät.
Ab Version 12 enthält das Basisbetriebssystem überhaupt keine Anwendungen mehr. Alles, was jemand tatsächlich benutzt, der Citrix-Client, der Horizon-Client, der AVD-Client, ein Browser, kommt als eigenes Paket aus dem App Portal und wird unabhängig aktualisiert. Das ist der Teil, der den Betrieb verändert: Eine Anwendung wartet nicht mehr auf ein Betriebssystem-Release.
IGEL OS, die Universal Management Suite und die Cloud Services zusammen sind das, was IGEL die Secure Endpoint OS Platform nennt. Keines der drei nützt allein viel.
Wofür es gedacht ist
Für Arbeitsplätze, deren eigentliche Umgebung woanders läuft, also virtuelle Desktops, veröffentlichte Anwendungen oder Web-Applikationen. Das Gerät wird zum Zugang und hört auf, ein zu pflegender Rechner zu sein.
Der zweite Anwendungsfall ist die Verlängerung: Hardware, die für ein aktuelles Windows zu schwach ist, reicht dafür weiterhin aus.
Drei Betriebsarten
Auf dem Gerät installiert, wobei das lokale Betriebssystem ersetzt wird. Das ist der Normalfall und der, der von Tag eins an zentral verwaltet wird.
Vom USB-Stick gestartet, ohne Installation, und das vorhandene Betriebssystem samt lokalen Daten bleibt unangetastet. Ein Rechner wird in Minuten zum verwalteten Arbeitsplatz und ist wieder er selbst, sobald der Stick raus ist. Genau das macht es brauchbar für Externe, für Bring-your-own-Device und für einen Wiederanlaufplan, der auf der Hardware funktionieren muss, die gerade da ist.
Auf einem Thin Client, der klassische Fall, und dort zählt die Liste der unterstützten Clients: Azure Virtual Desktop, Omnissa Horizon, Citrix und die übrigen.
Worauf zu achten ist
Was lokal laufen muss, läuft hier nicht. Peripherie ist der übliche Stolperstein, besonders Spezialgeräte in Labor, Produktion und Praxis. Diese Liste gehört an den Anfang des Projekts, nicht in den Testbetrieb.