Ein vSAN Cluster auf der grünen Wiese mit 6.5 Update 1
Kürzlich durfte ich für einen Kunden ein vSAN Projekt machen. Klein im Umfang, aber trotzdem sehr interessant.
Dieser Beitrag ist von 2017. Er bleibt online, weil er nach wie vor nachgefragt wird, beschreibt aber einen Produktstand von damals.
Kürzlich durfte ich für einen unserer Kunden ein vSAN Projekt machen. Klein im Umfang, aber trotzdem sehr interessant.
Der Projektumfang:
- 4 HPE ProLiant DL 380 Gen9 Server
- je 6 SSDs (2x Cache mit 400 GB, 4x Capacity mit 1.92 TB)
- 1 vCenter Server Appliance
- Migration der VMs aus der bestehenden Umgebung (vSphere 5.5 auf Gen6 Hardware)
Das Spannendste daran: Ich konnte endlich einmal eine vSAN Umgebung auf der grünen Wiese aufbauen. VMware hat sich einiges überlegt für diese Henne-Ei-Situation, in der du ein vSAN Cluster von Grund auf bauen willst und dafür erst die VCSA brauchst, um die vSAN Konfiguration zu starten.
Es ist erfreulich geradlinig. Ich habe die vier Hosts mit meiner xSA (ESXi Staging Appliance) installiert und hatte sie in weniger als einer Stunde am Laufen. Danach habe ich den VCSA Installer auf meinem MacBook gestartet. Im Assistenten verbindest du dich mit einem ESXi Host und wählst dann, auf welchem Storage die Appliance liegen soll. Und genau hier kannst du vSAN wählen.
Danach gibst du Datacenter- und Clusternamen an und machst weiter wie bei jeder anderen Installation. Der Installer richtet zuerst vSAN auf einem Host ein, wobei du angibst, welche Disks für Cache und welche für Capacity beansprucht werden, und legt die VCSA darauf.
Wenn alles durch ist, verbindest du dich mit deiner neuen vCenter Server Appliance, hängst die Hosts ans vCenter und konfigurierst den Rest des vSAN, etwa den dvSwitch mit den VMkernel Portgroups. Das war es.
Wir haben ein paar Performance-Tests gefahren und danach Failover getestet, um das Verhalten von HA, Disk Failures und Maintenance Mode zu prüfen. Nachdem das alles sass, ging es in die Migrationsphase.
Ich habe die bestehenden Hosts ins neue vCenter gehängt und dann eine VM nach der anderen heruntergefahren und Compute und Storage kalt auf das neue vSAN Cluster migriert. Für alle 20 VMs hat das rund vier Stunden gedauert.
Der Kunde war danach zufrieden mit der höheren Performance und dem reibungslosen Übergang. Und ich war es auch, weil ich diese Bootstrap-Methode endlich nutzen konnte: vSAN auf dem ersten Host aufbauen und es erst danach auf das ganze Cluster ausdehnen.
Ich denke, ich nehme dieses Projekt als Grundlage für mein VCDX-Design.