SDDC LiveFire Training
Diese Woche durfte ich an einem LiveFire Kurs im UK-Hauptsitz von VMware in Staines upon Thames teilnehmen.
Dieser Beitrag ist von 2016. Er bleibt online, weil er nach wie vor nachgefragt wird, beschreibt aber einen Produktstand von damals.
Diese Woche durfte ich an einem LiveFire Kurs im UK-Hauptsitz von VMware in Staines upon Thames in England teilnehmen.
Im LiveFire SDDC Kurs siehst du die gesamte vRealize Suite im eigenen Lab zusammenspielen. Die Leute von VMware sind in ihren jeweiligen Gebieten sehr kompetent und konnten alle Fragen der Teilnehmenden beantworten.
Tag 1: Installation von vRealize Automation
Am ersten Tag empfingen uns sehr nette VMware Leute und luden uns auf einen Kaffee ein, während wir auf unsere Besucherausweise warteten. Der Hauptsitz liegt am Flow 1 in Staines upon Thames und ist ein schönes Gebäude.
Zuerst stand das Kennenlernen an. Alle Teilnehmenden erzählten der Runde, wer sie sind, worin sie Fachleute sind und ein, zwei Anekdoten aus ihrem Leben. Es waren überwiegend VMware Partner da, aus den Niederlanden, England, der Tschechoslowakei, Hawaii, Polen, Dubai, Österreich, Frankreich und ein paar Ländern, die ich vergessen habe. Aus der Schweiz war ich der Einzige. Danach machte das LiveFire Team dasselbe: Aemon (vRA), Hans (NSX), Simon (NSX) und Ben (vROps). Ich hoffe, ich habe die Namen richtig.
Nachdem wir angekommen waren und uns ein wenig kannten, haben wir vRA (vRealize Automation) im Detail besprochen und danach in Labs die verschiedenen Komponenten installiert. Die Idee des Labs war, alle Windows-Komponenten samt Zertifikaten zu installieren. Anzumerken ist: Alle Labs bauten auf Version 6.x von vRA auf, obwohl die aktuelle 7.0.1 seit einigen Wochen draussen war. VMware hat von 6.x auf 7.0 vieles geändert, besonders bei der Installation. Wir kämpften uns also durch das sehr umständliche 6.x-Vorgehen und bekamen auf Folien gezeigt, wie viel weniger schmerzhaft dieselben Schritte in der aktuellen Version sind.
Wegen der verschachtelten Natur unserer Labs hatten wir leider einiges an Problemen mit der Installation. Bei mir schlug sie komplett fehl, und wir hatten keine Zeit, der Ursache nachzugehen. Fünf weitere aus dem Kurs haben ihr Lab auf ähnliche Weise zerlegt. Die Leute von LiveFire hatten eine Lösung dafür: Sie haben unsere Labs «getimo-t», was im Grunde ein Redeploy mit bereits konfigurierten VMs war.
Tag 2: Konfiguration von vRealize Automation
Am zweiten Tag ging es um die Erstkonfiguration von vRA und um Labs dazu.
Wir haben ausserdem über eine verteilte vRO-Installation (vRealize Orchestrator) gesprochen und wie man die konfiguriert. Das brachte uns zum Delta von vRA 6.x auf 7.0: vRO ist in der 7.0er vRA Appliance enthalten und muss nicht mehr separat ausgerollt werden. Es gibt weiterhin zwei Gründe, es doch zu tun: eine eigene Instanz pro Tenant, oder eine geografische Verteilung wegen Nebenläufigkeit und Hochverfügbarkeit. In einem Lab haben wir die Hochverfügbarkeit von vRO konfiguriert.
Tag 3: NSX, oder wie du NSX deiner Grossmutter erklärst
Am dritten Tag gab es eine Präsentation darüber, wie man NSX seiner Grossmutter erklärt. Eine schöne Präsentation, die wir auch bekommen haben, um sie unseren Kunden zu erklären, oder deren Grossmüttern.
Nach der Präsentation und ein paar Ergänzungen von Simon haben wir zwei Labs zu NSX gemacht. Sie waren sehr grundlegend, aber für mich war es eine gute Einführung in das, was NSX in einer SDDC-Umgebung kann, weil ich vorher überhaupt keine praktische Erfahrung damit hatte.
Tag 4: vRealize Operations Manager, LogInsight und 10 Minuten Infrastructure Navigator
Am vierten Tag ging es um vROps. Ben kam endlich zu Wort, nach eigener Aussage hört er sich gerne selbst reden, und sprach über den vRealize Operations Manager.
Nach ein, zwei Stunden Folien fragte Ben die Runde, ob er in seinem eigenen Lab ein paar fortgeschrittene Dinge zeigen soll oder ob wir die Labs selbst machen. Bis zum Mittag hat er uns also einiges gezeigt, was im vRealize Operations Manager möglich ist und wie einfach es wird, wenn du ein paar Dinge im Kopf behältst.
Nach dem Mittagessen haben wir unsere Labs gemacht. Kurz vor der Pause um 15 Uhr schob Ben zehn Minuten über den Infrastructure Navigator ein und was der für dich tun kann. Ich kannte das Produkt gar nicht und war froh um die Information. Im Kern zeigt es dir die Beziehungen zwischen deinen VMs. So findest du zum Beispiel VMs, die nicht durch SRM geschützt sind, aber viel mit VMs sprechen, die es sind. Dann kannst du überlegen, wie wichtig diese VMs füreinander sind, und den Schutz bei einigen anpassen. Sehr interessant.
Tag 5: NSX für Fortgeschrittene und die Integration von vRA, NSX, vIN, vLI, vRO und vROps
Der letzte Tag war eigentlich nur ein halber. Die meisten mussten früh weg, um ihre Flüge zu erwischen. Wir haben noch ein paar anspruchsvollere Labs mit NSX und Mikrosegmentierung gemacht, und am Ende einen Blueprint gebaut, der über die NSX-Integration automatisch einen Load Balancer für eine angeforderte vApp erstellt.
Danach gab es eine grosse Feedbackrunde zum Kurs, und das Feedback war überwältigend positiv.
Mir hat der Kurs sehr gefallen, und ich habe enorm viel über das Zusammenspiel aller SDDC-Produkte von VMware gelernt. Wenn du das hier liest und überlegst, ob du dich anmelden sollst: Tu es. Du wirst es nicht bereuen. Und du triffst dort sehr gute Leute aus derselben Branche, vielleicht sogar ein paar, die du an der nächsten VMworld wiedersiehst.
Kurz: ein grossartiger Kurs. Wenn dich etwas interessiert, das ich hier nicht behandelt habe, schreib es in die Kommentare.



