vRO Masterclass
Diese Woche war ich an einem VMware Livefire Training zu vRealize Orchestrator in den Büros von VMware in Zürich. Hier steht, was ich mitgenommen habe.
Dieser Beitrag ist von 2019. Er bleibt online, weil er nach wie vor nachgefragt wird, beschreibt aber einen Produktstand von damals.
Diese Woche durfte ich an einem besonderen Training in den Büros von VMware in Zürich teilnehmen. Es ging ausschliesslich um das Orchestrierungsprodukt von VMware: vRealize Orchestrator.

Obwohl wir bei der BUSINESS IT AG ein kleines Team sind, waren drei unserer Engineers im Kurs.
Tag 1: die Core-Architektur von vRO
Der erste Tag drehte sich ganz um die Core-Architektur von vRealize Orchestrator. Ein paar Dinge, die ich mitgenommen habe:
- JavaScript wird in vRO weiterhin eingesetzt, weil es in den meisten modernen Technologien dominiert (AngularJS, TypeScript und so weiter)
- Das Format, das du von den meisten modernen REST APIs bekommst, ist JSON, und das übersetzt sich direkt in JavaScript-Objekte
- Das JavaScript wird mit der Rhino-1.7-Engine nach Java geparst. Die ist bis heute im Einsatz, damit Workflows von vor zehn Jahren auch heute noch laufen
- Je nach Lizenz bekommst du unterschiedliche «Versionen» des Orchestrators. Eine vCenter Foundation- oder Essential-Lizenz gibt dir nur die Player-Version: Du kannst Workflows ausführen, aber nicht entwerfen. Genauer gesagt bekommst du bei allen vCenter Lizenzen eine eingeschränkte vRealize Orchestrator Version. Die volle Version ist zum Beispiel bei Automation dabei
- Die nächste Version von vRO wird den alten Java-Client vermutlich fallen lassen und sich auf den HTML5-Client konzentrieren, der in der aktuellen 7.6 bereits drin ist
Der Rest der Zeit ging in sehr technische Erklärungen zu den verschiedenen Objekten, die du in vRO verwendest. Ausserdem haben wir die ersten Labs geschafft. Was mir an diesen Labs gefällt: Sie geben dir eine Aufgabe. Du kannst das Ziel mit eigenem Kopf angehen, und wenn du feststeckst, blendest du die Lösung ein.
Die Unterlagen dieses Kurses stehen allen offen. Wenn du die Labs machen und die Folien haben willst, alle ausser den NDA-Inhalten natürlich, folge diesem Link.
Tag 2: tiefer in vRO
Am zweiten Tag ging es los mit Dynamic Types für vRO. Dynamic Types sind im Kern der Weg, ein Plugin mit JavaScript zu bauen. Bis das sauber läuft, sind einige Schritte nötig. Wenn du sie nachvollziehen willst, klick auf den Link oben, dort stehen alle Labs.
Später am Tag erzählte unser Dozent, wie er ein vRO-Package für Microsoft DNS gebaut hat. Er hat den DNS-Inventarbaum tatsächlich ins vRO-Inventar gespiegelt und die nötigen Actions erstellt, um DNS-as-a-Service anzubieten. Das ist für uns sehr nützlich, und ich denke, ich versuche das in unserer MEP (Multi-Cloud Experience Platform) umzusetzen. Wenn du das auch willst, findest du hier alles dazu.
Tag 3: abrunden
Wie bei den meisten VMware Trainings, die ich gemacht habe, ist der letzte Tag der, an dem alle früher weg müssen, um ihren Flug zu erwischen. An diesem Tag haben wir die noch offenen Sessions abgeschlossen und danach viel Zeit für die Labs bekommen. Das Schöne an dieser Masterclass: Die Lab Guides sind öffentlich (siehe Link oben), und jeder kann sie durchgehen, auch ohne Zugang zu den Labs aus dem Kurs. Ich werde sie in den nächsten Monaten durcharbeiten, wann immer es die Zeit erlaubt, denn bei vRealize Orchestrator gibt es einige richtig elegante Techniken.
Alles in allem war das eine sehr lehrreiche Masterclass. Die Livefire Trainings enttäuschen nie, und ich kann diesen Kurs allen empfehlen, die sich für Automatisierung interessieren. Meine wichtigste Erkenntnis: Zeit in das Entwickeln von Workflows in vRealize Orchestrator zu stecken ist gut investierte Zeit, und es gibt noch viel zu lernen. Ich freue mich auf das nächste Release (8.0), das den Web Client in den Vordergrund stellt und noch mehr über die REST API zugänglich macht.