Bootcamp. Ein Rückblick
Letzte Woche war ich an meinem ersten VMware Bootcamp. Es bestand aus zwei Kursen: «VMware vSphere 5.5 – Fast Track» und «VMware vSphere 5.5 – Optimize and Scale».
Dieser Beitrag ist von 2014. Er bleibt online, weil er nach wie vor nachgefragt wird, beschreibt aber einen Produktstand von damals.
Letzte Woche war ich an meinem ersten VMware Bootcamp. Es bestand aus zwei Kursen: «VMware vSphere 5.5 – Fast Track» und «VMware vSphere 5.5 – Optimize and Scale».
Zuerst zur unglücklichen Hotelwahl des Veranstalters. Wir waren im «Waldhotel Doldenhorn» in Kandersteg. Für den ersten Kurs waren wir elf Teilnehmer, aber das Hotel hatte vergessen, einen der Seminarräume für uns zu reservieren. Also quetschten wir uns in einen improvisierten Raum, der sonst eine Suite ist. Klingt gar nicht schlecht, oder? Nur ist diese Suite für zwei Personen gedacht, nicht für zwölf mit Notebooks und Kursunterlagen. Es war also richtig gemütlich. Das Essen war eigenartig. Das Hotel wollte gehobene Küche bieten, erreichte damit aber vor allem, dass wir nicht sicher waren, was auf unseren Tellern lag. Der Service am Nachmittag war ebenfalls dürftig: Jeden Tag musste unser Dozent nach Wasser und Kaffee fragen, die eigentlich unaufgefordert hätten kommen sollen.
Der Dozent war ausgezeichnet. Er heisst Urs Stephan Alder (http://www.kybernetika.ch/) und kennt die gesamte VMware Suite in- und auswendig. Auch didaktisch ist er richtig gut. In einer Klasse mit elf Teilnehmern liegen die praktischen Kenntnisse zwangsläufig weit auseinander. Ich zum Beispiel arbeite in einer produktiven Umgebung mit über 1500 VMs auf deutlich mehr als 130 ESXi Hosts, während andere im Kurs den vSphere Client noch nie gesehen hatten. Urs hat das gut gelöst und den Fortgeschrittenen anspruchsvollere Labs gegeben, während die Einsteiger die Grundlagen lernten.
Etwa zur Halbzeit dieses neuntägigen Bootcamps kam die erste Prüfung. Alle in der Klasse traten an und bestanden. Wunderbar, elf neue VCP-DCV (VMware Certified Professional). Zur Prüfung selbst und ein paar Hinweisen für alle, die den VCP-DCV bald machen wollen, folgt ein eigener Post. 😉
Nach dieser Prüfung waren wir noch zu viert. Wir begannen mit dem Kurs «VMware vSphere 5.5 – Optimize and Scale». Der Kurs ist sehr interessant, besonders wenn du eine grosse Umgebung hast und die Performance verbessern willst. Wusstest du zum Beispiel, dass ein erheblicher CPU-Overhead entsteht, wenn eine VM mit einer Single-Thread-Anwendung zwei vCPUs bekommt? Der Overhead ist so gross, dass diese VM mit zwei vCPUs schlechter läuft als mit einer.
Ebenfalls spannend waren die Anwendungsfälle für den Tagging-Mechanismus bei VMs. Wir machen gerade ein Miniprojekt, in dem wir die Daten der VM-Owner als Tags an die VMs bringen wollen. Wir nutzen dafür PowerShell, und ich schreibe darüber, sobald es fertig und getestet ist.
Nach einigen intensiven Tagen mussten wir vier nach Bern zur Prüfung für den VCAP-DCA (VMware Certified Advanced Professional – Data Center Administration). Diese Prüfung war ganz anders als die erste. Keine Multiple-Choice-Fragen, sondern 23 Labs in einer verschachtelten Umgebung drüben in Palo Alto. Die Labs waren zufällig gemischt. In einem war Kommandozeilen-Kung-Fu für eigene SATP-Regeln gefragt, im nächsten nur ein paar sehr einfache DRS-Einstellungen. Den genauen Wortlaut der Aufgaben darf ich leider nicht wiedergeben.
Schon nach vier Stunden kam die Mail: Ich bin jetzt offiziell VCAP-DCA.
Mehr zu den Prüfungen und zum Alltag als VCAP folgt.